Sommerfreizeit 2005

Zur Jubiläumsfreizeit , es war dieses Jahr die Zehnte des Jugendrotkreuzes im Kreis Böblingen, haben wir den Schwerpunkt von ?Sonne, Strand und Meer? auf ?Kultur in Strandnähe? verlegt; das Ziel war Rom, im speziellen die Küstenstadt Lido di Ostia. Die Aufgabe der Teamer im Vorfeld verlagerte sich also vom Trainieren der Muskeln, damit man für die Sportangebote fit war auf das Trainieren der Gehirnzellen, damit man von den Teilnehmer/innen auch als gut informierter Fremdenführer akzeptiert wurde. 

Hier Auszüge aus dem Bericht über die 1. Freizeit von Lucas Gaul:

Montag, 8. August: 18.30 Uhr: Alle 35  Mädels, Jungen, jung und alt, trudeln langsam vor der Zentrale des DRK in Böblingen ein. Im Bus lernt man die ersten Leute kennen, die einem dann gleich mal die Regeln der Freizeit  und die Eigenarten der Teamer näher bringen.... Nach über 14 Stunden Busfahrt ein einem extrem engen und kleinen Bus mit wenigen  Pausen kommen wir dann alle total erschöpft in Ostia an. Auf dem Campingplatz dürfen wir dann endlich alle aussteigen und unseren müden Muskeln ein bisschen Freilauf geben.  Nur leider es schon um 11 Uhr morgens schon viel zu heiß um sich zu bewegen und alle sind ziemlich müde.  Endlich haben unsere Vorgänger den Platz geräumt, so daß wir nach 10 Minuten Fußmarsch endlich bei unsern Zelten ankommen und jetzt haben wir zum ersten mal eine Ahnung davon, wie groß der Platz eigentlich wirklich ist... Die Stacheldrahtzäune, die den gesamten Platz abgrenzen und uns erst sehr befremdlich erscheinen, werden schon bald als hilfreich empfunden, um wenigstens auf dem Gelände bleiben zu können.  Am Nachmittag wird der Zeltplatz in Dreier-Gruppen erkundet oder es wird versucht den versäumten Schlaf nachzuholen, was aber kaum jemand gelingt... Bis zum Abendessen haben dann auch alle wieder zum Glück zurück gefunden. Nach dem Abendessen geht es dann noch bis um 12 Uhr in die Disko, wo wir uns dann die "tollen" italienischen Pop-Charts anhören durften, in den nächsten Tagen gab es dann aber auch andere Musik...Am nächsten Morgen gings dann schon um 8.30 Uhr mit Wecken weiter und um 9 Uhr gabs dann Frühstück. Einige sahen jetzt schon so aus, als würden sie den Rest der Freizeit nur noch schlafen. Aber dafür war keine Zeit, denn es gab ja auch ein Programm: den Stadtstrand von Lido di Ostia, der ziemlich schwarz war? Öl? und fast jedesmal  wehte die Rote Flagge. Aber zum Glück dürfen wir doch ein Stückchen ins Wasser gehen, während unsere Teamer aufpassten. Sonntags geht es dann zum Markt in Rom, wo es alles mögliche zu kaufen gibt. Klamotten aller Art, Taschen, Uhren und CDs, alles natürlich gefälschte Ware und deshalb auch relativ günstig. Nur das Essen und Trinken war unglaublich teuer. Und öfters nach Rom diesmal zum Sight-Seeing: Vatikan-Staat, Petersdom, Fontana di Trevi, Spanische Treppe, das baufällige Kollosseum und noch einige andere Sehenswürdigkeiten von Rom. Dann ging es in den Klettergarten, wo so mancher an seine Grenzen kommt. Auch Ausflüge zur Ausgrabung des antiken Hafens von Ostia kommen nicht zu kurz. Einige Tage werden hauptsächlich am 50-Meter Pool mit schicken Badekappen verbracht. Am vorletzten Tag gehen wir noch an einen Strand, der mit dem Bus ca. 20 Minuten entfernt ist. Dort gibt es endlich mal keine Privatstrände, es gibt keine Steine, es gibt keine Rote Flagge und es gibt endlich mal große Wellen, also reinstes Urlaubsfeeling! Der letzte Abend stand mal wieder traditionell für Gemeinschafts Spiele, an denen die meisten viel Spaß hatten. In der Pause gibt es dann auch noch eine leckere Bowle. Am letzten Tag geht es dann noch früher raus, denn wir fahren abends ab und wir müssen noch unsere Koffer packen. Die zweite Gruppe kommt zu uns auf den Platz. Wir zeigen den Neuen den Pool und am Abend geht es dann wieder zu unserem geliebten Bus. In Sindelfingen angekommen, wird erst mal über das schlechte Wetter geflucht und die Eltern oder die Verwandten werden begrüßt. Man sucht sein Gepäck, verabschiedet sich von den vielen neuen Freunden und den Teamern und dann geht es ab nach Hause ins Bett wo der viele versäumte Schlaf endlich im bequemen Bett nachgeholt wird. So gingen also zwei wunderschöne Wochen in Italien zu Ende. Es wurden neue Freundschaften geknüpft,  neue Erfahrungen gesammelt und neue Orte wurden entdeckt.  Es wurden Konflikte gelöst und die Gemeinschaft gestärkt, ich denke es war für jeden von uns eine wichtige Erfahrung in unserm Leben und jeder hatte viel Spaß dabei. Es waren zwei unvergessliche Wochen.