01.11.2007
Jugendrotkreuz Sommerfreizeit 2007
Les Saintes Maries de la Mer ? unsere Freizeit inmitten der Camargue
Nach einer langen Busfahrt waren wir endlich da: am Campingplatz ?La Brise? und welch eine Überraschung es dauerte tatsächlich nur 5 Minuten zum Strand und 5 Minuten in die Stadt. Wir, die Teilnehmer der 1. Freizeit waren eigentlich immer am Strand, das Wetter hat ja auch mitgemacht: immer Sonne und nur einmal abends Regen. Wobei allerdings der Campingplatz seinem Namen alle Ehre gemacht hat: es wehte immer eine steife Brise. Wir haben Volleyball im Wasser oder am Strand gespielt, im Wasser geplanscht und man musste schauen, dass man nicht zu lange im Wasser blieb und keine Schwimmhäute bekam. Abends war immer was los, egal ob einfach nur quatschen, Abendprogramm wie ?Wetten dass...? mit unseren eigenen Wetten oder in der Stadt shoppen und Crepés essen oder tanzen in der ?La Pampa Lounge?, obwohl die französische Musik meistens nicht so ansprechend war. Auch abends waren einige einfach am Strand und haben die Sterne, den Mond und das Meer angeschaut und dort eine Runde gequatscht. Auch tagsüber war einiges geboten, als ein Tag mal etwas trübe begann, gab es zum Beispiel einen ?Sandburgenwettbewerb?, wobei man verschiedene Tiere bauen musste, Endergebnisse waren dann ein riesiges Krokodil, eine gigantische Qualle (auf französisch: ?meduse?, die fanden die französischen Kinder besonders toll), ein muschelspritzender Delfin und eine Schildkröte mit Baby. Manche Teilnehmer hatten danach immer noch nicht genug und bauten einen VW mit 6 Sitzplätzen.
Eigentlich war es nie langweilig, es ließ sich immer jemand überreden Beachball, Volleyball oder Frisbee zu spielen und wenn es dunkel war gab es immer jemanden zum Kartenspielen. In der 1. Woche waren wir viel am Strand und in der zweiten Woche haben wir einiges unternommen:
Kanufahren
Als von einem Bus die Rede war, hatte ich gedacht die Gruppe fährt mit einem normalen Reisebus zum Ablegeort, weit gefehlt so ein Bus´le hatte ich noch nie gesehen: wir quetschten uns also zu 20zigst hinein, auch auf ausklappbare Notsitze im Gang. Und am Fluss angekommen erhielten wir Paddel und Tonnen. Aber einige Teilnehmer hatten wohl zuviel eingepackt und hatten einige Mühe ihre Rucksäcke unterzubringen.
Beim Einsteigen haben es alle geschafft nicht unterzugehen und sogar zu warten um noch einmal eine Anweisung zu bekommen. Also auf ging´s, bei den meisten klappte es nach ein paar Versuchen geradeaus zufahren, wobei die hoffnungslosen Fälle dann mit Teamern ins Boot durften, wobei das wohl einige unserer Teamer einige Nerven gekostet hat: Patrick hat man die ganze Zeit übers Wasser rufen hören: Paddel rechts, links, rechts, links, noch mal rechts usw. Nach einer Weile gab es eine sehr willkommene Pause an einer Sandbank, paddeln ist doch anstrengender als gedacht. Danach kamen wir zum Pont du Gard. Ich fand das war sehr eindrucksvoll, da man am Anfang nur ein kleines Stück sieht und wenn man näher kommt, das Gemäuer einfach gigantisch groß wird, auch beim Durchfahren mit soviel Stein drüber ist ein seltsames Gefühl. Auf jeden Fall war es ein toller Tag und auf der Rückfahrt schaffte es niemand wach zu bleiben.
Reiten
Was auch nicht fehlen durfte war das Reiten schließlich waren wir ja in der Camargue, und tatsächlich die Pferde waren fast alle weiß. Nach einem chaotischen Anfang wurde die Gruppe geteilt und wir ritten an den Stieren und Flamingos vorbei in Richtung Meer und wir galoppierten, und noch einmal ?wir galoppierten?, den Strand entlang, und dann noch einmal zurück durch die Moorlandschaft, es war toll aber leider viel zu schnell vorbei. Wobei man es dann doch merkte: die Sättel waren etwas ungewohnt.
Auch richtig ?Städtetouren? waren wir: nämlich in Arles, der Stadt Van Goghs. Neben dem Shoppen auf dem riesigen Samstagsmarkt mit Kleidern, Souveniers,
oder Gewürzen, Wein und Salami kam auch die Kultur nicht zu kurz. Die imposante Kathedrale St. Trophime haben wir genauso angesehen, wie die renovierte Arena, römische Ausgrabungen oder das Krankenhaus mit seinem tollen Garten, in dem Van Gogh noch seine letzten Bilder gemalt hat. Während einige von uns sich über die Preise beim französischen McDonalds aufgeregt haben, wurden von anderen riesige Mengen von Miesmuscheln oder Créme Brulèe vertilgt.
Und irgendwann kam der letzte Abend: eine Rallye ?Die Bude steht Kopf?: Hier mussten Fragen zur Freizeit und zu Land und Leuten beantwortet werden. Auch eine Aufgabe am Strand war zu lösen: ich war kein einziges Mal während der Freizeit nachts am Strand und holte dieses Erlebnis jetzt nach. Und auch in der Rezeption haben sie noch immer kein Englisch verstanden, aber das Beste waren unsere Dichtereien (und die Bowle ....)
Sommerfreizeit 07 zu der wir ein Liedchen schrieben
Sie war lustig, sie war cool,
und ganz nah am Pool
und am Meer
ich vermiss sie sehr!
Den ganzen Tag am Strand,
verdampft ist der Verstand,
und schlechte Laune auch
nur rot war danach der Bauch!!
Kaum ist jedoch das Nachtreffen vorbei freuen wir uns auf das nächste Jahr und wieder eine Insel: Sardinien
Die Freizeiten 2008 bringen uns zurück an den Ort der allerersten Freizeit im Jahr 1996: nach Valledoria.
15 km Sandstrand direkt beim Platz und italienisches Lebensgefühl im Ort, zu Fuß erreichbar. Neben Surfen werden auch Mountainbike- und Kanuausflüge angeboten.
Neben den bewährten eigenen Veranstaltungen kommt auch die Kultur und Natur nicht zu kurz : Städtetouren zur Festungsstädten wie Alghero und Castelsardo oder der Besuch von Landschaftsdenkmälern wie Menhiren und Nuraghen oder auch Wanderungen zu Höhlen und wildromanischen Schluchten stehen ebenfalls auf dem Programm.
Freizeit 1: für Jugendliche ab 14 Jahren 03. ? 17.08.08,
Preis 480,00 ? (Geschwisterpreis auf Anfrage)
Freizeit 2: für Gruppenleiter/innen und ehemalige Teilnehmer/innen ab 18 Jahren
15. ? 29.08.08 (Preis auf Anfrage)
Inbegriffen: Bustransfer, Fährüberfahrt, Zeltunterbringung, Vollverpflegung, Betreuung






